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Angesichts der begrenzten Ressourcen unseres Planeten ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Materialien sowie die Reduzierung des primären Rohstoffverbrauchs unabdingbar. In der Baubranche wird die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft zunehmend als zentrales Ziel diskutiert. Dabei gewinnen Ansätze wie ressourcenschonendes Bauen, die Schließung von Materialkreisläufen und die Nutzung erneuerbarer Rohstoffe, wie Holz, immer mehr an Bedeutung. Diese Prinzipien der Kreislauffähigkeit gelten für den Holzbau genauso wie für andere Bauweisen.

Gemäß der Abfallhierarchie des AWG 2002 hat die Vermeidung von Abfall die höchste Priorität. Für Neubauprojekte bedeutet dies, Ressourcen möglichst effizient einzusetzen und den Materialverbrauch zu minimieren, ohne die Funktionalität des Bauwerks zu beeinträchtigen. Bereits in der frühen Planungsphase können Maßnahmen festgelegt werden, wie z. B. eine durchdachte Baukörperkonfiguration, die möglichst wenige oder keine unterirdischen Geschosse vorsieht, eine hohe Flächeneffizienz sowie optimierte und funktionale Grundrisse. Der Einsatz von Low-Tech-Lösungen im Bereich der Gebäudetechnik kann ebenfalls zur Ressourcenschonung beitragen.

Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Frage, ob ein Neubau überhaupt notwendig ist. Oftmals bietet es sich an, bestehende Gebäude zu sanieren, zu erweitern oder durch Aufstockungen zu nutzen. Die Wiederverwendung von bestehenden Bauwerken oder Bauteilen ist im Bauwesen eine der wirkungsvollsten Strategien, um Material- und Ressourcenverbrauch zu vermeiden.