Unter dem Begriff Egalisierung ist gemäß Duden „ein Vorgang zu verstehen, welcher Ungleichmäßiges so bearbeitet, dass das Bearbeitete überall gleich stark wird bzw. das Gleichmäßige flach gemacht wird“.1) Diese Ungleichmäßigkeiten an der Oberfläche in Form von Vertiefungen oder Erhebungen entstehen durch den Zuschnitt, durch Pressen oder ähnliche Prozessschritte der Holzverarbeitung bzw. der Werkstoffproduktion. Die Egalisierung bedeutet demnach die Glättung von ungleichmäßigen Oberflächen.
Beim Egalisierungsvorgang im Sägewerk wird das sägeraue Schnittholz auf Maß leicht (teilweise, nicht vollflächig) gehobelt, jedoch ist die Anforderung an die Oberflächenqualität geringer als jene für gehobelte (Sicht-)Flächen. Dies bedeutet im weiteren Sinn, dass nach der Egalisierung gemäß der Qualitätsrichtlinien für Hobelwaren des Verbandes der europäischen Hobelindustrie (VEH) noch vereinzelt raue Stellen vorhanden sein dürfen.
Gemäß ÖNORM B 2215 entspricht eine egalisierte Oberfläche i.A. der Oberflächenqualität 1 (Nicht-Sicht-Qualität bzw. Industrie-Qualität) und wird demnach im Bauwesen i.d.R. für Nicht-Sichtbereiche eingesetzt.2)
1) Vgl. LOHMANN, U.: Holz Lexikon – 4. Auflage. S. 283
2) Vgl. VERBAND DER EUROPÄISCHEN HOBELINDUSTRIE: Qualitätsrichtlinien für Hobelwaren. S. 1ff