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In der Holzbau-Praxis wird oftmals unter dem Begriff Dicke die Stärke eines Bauteils verstanden. Der Ausdruck Dicke wird jedoch gemäß ÖNORM EN 14081-1 als „kleineres Maß rechtwinklig zur Längsachse eines Bauholzes“ beschrieben. Der Begriff Stärke wird hingegen z.B. für die Stärke von Platten, für die Dimensionierung einzelner Hölzer oder auch für den Durchmesser eines Werkstoffes verwendet und normativ nicht eindeutig definiert.

Demnach beträgt beispielsweise bei einem plattenförmigen Holzwerkstoff, welcher aus mehreren Lamellen zusammengesetzt ist (bspw. BSP), die Dicke der Einzelbretter 10 mm bis maximal 40 mm. Die gesamte Bauteildicke bzw. Stärke des gesamten Elementes kann je nach Anzahl der Schichten bis zu 240 mm betragen. Bei einem Furnier- oder Holzfaserwerkstoff ist der Begriff Stärke und Platten- bzw. Bauteildicke wiederum synonym verwendbar, zusätzlich kommen die Furnier- und Faserdicken zur Beschreibung der Komponenten zum Einsatz. Bei linienförmigen Bau-teilen bezieht sich die Dicke jeweils wie in der Definition nach ÖNORM EN 14081-1 vorgesehen auf die kleinste Bauwerksabmessung. Demnach ist bei einem Verhältnis der Bauteilbreite größer als die Bauteilhöhe diese sowohl die Stärke als auch die Dicke. Im umgekehrten Falle ist die Bau-teilbreite als Dicke zu bezeichnen, während die Bauteilhöhe nach wie vor als Stärke gekennzeichnet wird.


​Hinweis Begriffsverwendung Dicke:

Umgangssprachlich wird mit dem Begriff Dicke sowohl Höhe eines gesamten Elementes oder die Bauteil- bzw. Elementbreite (z.B. Profildicke, Wanddicke; meist in mm oder cm angegeben) beschrieben. Der Begriff Stärke wird hingegen im Sprachjargon häufig als nicht konformes Synonym für die Dicke verwendet.