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Bauproduktekennzeichnung

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Wiki: ÜA-Zeichen Wand- und Deckenelemente

Warum gibt es das Einbauzeichen „ÜA“? 
Das ÜA-Zeichen auf nationaler und das CE-Zeichen auf europaweiter Ebene sollen vereinfacht gesagt, eine durch Normen und Vorschriften überwachte Produktion bzw. die Zulassung der Verwendung des so gekennzeichneten Produktes dokumentieren.
Mit einer Richtlinie des Rates der Mitgliedsstaaten wurde 1988 die sogenannte „Bauproduktrichtlinie“ geboren. Diese Richtlinie hat eine derartige Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedsstaaten über Bauprodukte als Ziel, dass ein Binnenmarkt für Bauprodukte realisiert werden kann.
Ein Bauprodukt darf das Einbauzeichen „ÜA“ tragen, wenn es der Österr. Baustoffliste ÖA entspricht und die Konformität mit derselben durch ein Übereinstimmungszeugnis auch nachgewiesen wurde. 
Dass die Einführung des CE-Kennzeichens kommt ist klar. Der Zeitpunkt ist jedoch aus heutiger Sicht noch nicht genau absehbar. In Österreich wurde als vorbereitender Zwischenschritt das ÜA-Zeichen eingeführt. In Deutschland gibt es ein gleichartiges Vorgehen.
 
Seit wann gibt es das ÜA-Zeichen
Am 23. Oktober 2001 wurde das sogenannte ÜA-Zeichen („Übereinstimmung Austria") auf gesetzlicher Basis durch Verordnung von allen österreichischen Bundesländern (mit Ausnahme von Burgenland) eingeführt. Rechtsgrundlage ist das jeweilige Landesgesetz, für Salzburg das LGBL. Nr. 87/1999.
In der zweiten Ausgabe der Baustoffliste ÖA, die mit 1. Jänner 2003 in Kraft getreten ist, wurde die Liste überarbeitet und. neue Normen berücksichtigt bzw. neue Produktgruppen aufgenommen.

Danach muss für alle Bauprodukte, für die es noch keine CE-Kennzeichnung gibt - das ist natürlich der weitaus überwiegende Anteil aller Bauprodukte - nachgewiesen werden, dass sie mit der Baustoffliste „ÖA" übereinstimmen.
 
Der hierfür erforderliche Übereinstimmungsnachweis erfolgt in der Regel durch eine Zertifizierungsstelle eines Bundeslandes oder durch die HOLZCERT AUSTRIA als akkreditierte Zertifizierungsstelle der Österreichischen Gesellschaft für Holzforschung. 
 
ÜA-Zeichen für vorgefertigte Wand- und Deckenelemente
Seit 12.2002 ist in der Ausgabe 2 der Baustoffliste ÖA aufgenommen, dass „vorgefertigte Wand- und Deckenbauteile mit hölzerner Tragkonstruktion“ mit dem ÜA-Zeichen gekennzeichnet sein müssen.
Dies betrifft zum Beispiel Rahmenbauteile mit beidseitiger Beplankung oder Deckenbauteile mit Wärmedämmung mit Sparschalung.
Wenn Bauteile in dieser Ausführung auf die Baustelle transportiert werden, müssen ein ÜA-Zeichen tragen.
 
Was nützt dem Inverkehrbringer das ÜA-Zeichen?
Ein Bauprodukt kann nur dann entsprechend gekennzeichnet werden, wenn es aus
einer güteüberwachten Fertigung stammt. Für den Endkunden war es daher nicht ersichtlich, ob er die verlangte Qualität und eine dauerhafte Funktionalität der Wand- und Deckenelemente aus hölzerner Tragkonstruktion gegeben ist.
Die gesetzliche Verpflichtung zu einheitlichen Qualitätsstandards und der Güteüberwachung der Bauprodukte für alle Inverkehrbringer an Stelle einer freiwillig und daher nur von einigen wenigen Inverkehrbringern durchgeführten, sichert gleiche und daher faire Wettbewerbsbedingungen für alle Anbieter.
Weiters kann das ÜA-Zeichen zusätzliche Rechtssicherheit bei Regressforderungen in Haftungsfällen bringen.
Das ÜA-Zeichen minimiert beim Inverkehrbringer den zukünftigen Aufwand beim Inkrafttreten der CE-Kennzeichnungspflicht.
 
Schritte zum ÜA-Zeichen
 
ÜA-Ablauf.GIF
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Wie ist ein ÜA-Zeichen anzubringen
Bei der Gestaltung des Bildzeichens "ÜA" sind die nachstehenden Maßerläuterungen zu berücksichtigen. Das Verhältnis der Abmessungen des Bildzeichens hat dem nachstehenden Muster zu entsprechen. Bei der Verkleinerung oder Vergrößerung des Einbauzeichens müssen die sich aus dem Raster ergebenden Proportionen eingehalten werden. Die genauen Vorgaben werden von der Zertifizierungsstelle zur Verfügung gestellt.
 
ÜA-Logo.GIF