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Verbindungstechnik

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Wiki: Die Kraft der (Vollgewinde-) Holzbauschraube

Gegenwärtig wird im Holzbau die gesamte Verbindungstechnik entweder in zimmermannsmäßige oder in ingenieurmäßige Ausführungsmöglichkeiten unterteilt. Das hier behandelte Thema der Verbindungen mit Holzschrauben wird der großen Gruppe der „Verbindungen mit metallischen Verbindungsmittel“ zugeordnet und zählt somit zu den ingenieurmäßigen Verbindungstechniken.
 
 

EN 1995-1-1 sieht für die „Verbindungen mit metallischen Verbindungsmittel“ folgende Einteilung vor:

1.       Tragfähigkeit metallischer, stiftförmiger Verbindungsmittel auf Abscheren

2.       Verbindungen mit Nägel

3.       Verbindungen mit Klammern

4.       Verbindungen mit Bolzen

5.       Verbindungen mit Holzschrauben

6.       Verbindungen mit Nagelplatten

7.       Verbindungen mit Dübel

 

Holzbauschrauben sind grundsätzlich ein einfaches und zuverlässiges Verbindungsmittel, dass in Schaftrichtung und quer dazu beansprucht werden kann.

 

 

Beanspruchungsarten:

 
 
Elemente einer Schraube:
 
Elemente einer Vollgewindeschraube:
 
Elemente einer Teilgewindeschraube:
 
 

Auch in punkto Bauökologie stellen Verbindungen mit Schrauben aufgrund ihres geringen Demontageaufwands eine gute Lösung dar.

 

Vorteile von Verbindungen mit Holzschrauben:

  • Keine bis geringe Querschnittschwächungen
  • Geringer Abbund
  • Geringe Montagezeiten
  • Einfache Zuordnung der zu übertragenden Kräfte bzw. einfache statische Modelle
  • Standardisierte Berechnungsansätze
  • Überleitung großer Kräfte
  • Gute Lasteinleitung möglich
  • „Leichte“ Demontage
  • Nachträgliche Verstärkung
  • Geringe Nachgiebigkeit der Verbindung bei reinen Beanspruchungen in Schaftrichtung